Was du vielleicht schon immer mal fragen wolltest

  • Hauptsache bunt – selbst wenn ich versuche, eine etwas gedecktere Palette zu nehmen oder zarter zu malen, wird es am Ende ziemlich kräftig. Ich male gerne abstrakt, aber manchmal möchte auch figurative Kunst entstehen – dann finden Einblicke aus der Natur ihren Weg: Tiere, die mich immer wieder sehr begeistern, manchmal Früchte oder Körper.

  • Mixed Media – ich male so wie ich bin, mit vielem. Mein liebster Untergrund ist Chromokarton: die raue, haptische Oberfläche nimmt Farben wunderbar an und das spricht mich einfach am meisten an. Darauf arbeite ich mit allem, was im Prozess zu mir spricht – meistens eine Mischung aus Acryl, Ölpastellkreiden, Pastellkreiden, Tinte und Pigmenten. Ab und zu male ich auch auf Malkarton oder Leinwand, das ist aber eher die Ausnahme.

  • Mixed Media bedeutet, dass ich nicht mit einem einzigen Material male, sondern verschiedene Techniken und Materialien miteinander kombiniere. Acryl trifft auf Pastellkreide, Tinte begegnet Pigmenten – was entsteht, ist eine Oberfläche voller Schichten, Texturen und Leben. Für mich ist das kein Stil, den ich bewusst gewählt habe – er hat sich entwickelt, weil das die Art ist, mit der ich mich am besten ausdrücken kann.

  • Chromokarton ist ein fester Karton mit zwei ganz unterschiedlichen Seiten: eine ist glänzend und glatt, die andere rau und griffig – ursprünglich eher aus dem Druckbereich bekannt. Diese raue Seite ist mein liebster Malgrund – sie nimmt Farben wunderbar an und lässt sie gleichzeitig fließen, und das spricht mich tief an.

  • Aus dem Leben – aus der Ruhe und aus dem Trubel. Manchmal entsteht im Alltag eine leise Idee, die dann auf dem Chromokarton zu dem wird, was daraus entstehen soll. Mich inspirieren Menschen, vor allem aber auch poetische Worte und Sätze, die mir in den Sinn kommen oder die ich lese und höre – sie begleiten mich dann eine Weile. Oft sind es Farbmomente aus meinen Reisen, Tiere die ich sehe, Pflanzen die ich erlebe, Gefühle die ich fühle und die in Farben sprechen wollen.

  • Illustrieren ist für mich eine ganz andere Welt – eine andere Sprache, eine andere Geste. Was mich am meisten begeistert: Reime und Geschichten schreiben und dazu Kinderbücher gestalten. Als ehemalige Waldorflehrerin war das Zeichnen und Illustrieren immer meine Lieblingsaufgabe – die Freude von Kindern an Bildern und Texten berührt mich bis heute tief. Ich illustriere, weil ich eine bestimmte Sicht auf die Welt nie verloren habe. Ich illustriere Momente und Bilder, die mich selbst berühren und begeistern.